22. Brahmstage in Tutzing

Katharina Konradi, Foto: Christoph Gellert

 

Artikel der Brahmstage in Tutzing | Bravissimo Nr. 21, Seite 10

Brahms liebte auf alle Fälle den Starnberger See, wo einige seiner berühmtesten Werke entstanden.
An den Aufenthalt des Komponisten erinnern zum 22. Mal die Tutzinger Brahmstage.

Einen schönen Sommer verbrachte Johannes Brahms 1873 in Tutzing am Starnberger See. Von der maleri­schen Landschaft und dem einzigartigen Blick auf die nahen Berge war er ganz beeindruckt.
So ist es auch nicht verwunderlich, dass einige seiner berühmten Werke, unter anderem die Haydn Variationen op. 56 in Tutzing entstanden. Zum nun 22. Mal rufen die Tutzinger Brahmstage die Erinnerung an Brahms‘ tiefe Verbundenheit zum Starnberger See und dem Voralpenland wach.

Bei der diesjährigen Konzertreihe stehen wieder einmal nicht nur Werke von Brahms im Mittelpunkt, sondern auch klassische Stücke von Robert und Clara Schumann sowie von bedeutenden Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Hauptspielstätte des vom Freundeskreis Tut­zin­ger Brahmstage in Kooperation mit den KunstRäumen am See von Elisabeth Carr veranstalteten Festivals ist mit drei Konzerten wieder Schloss Tutzing, heute Sitz der überregional renommierten Evangelischen Akademie. Ins­gesamt stehen in diesem Herbst drei Konzerte, ein Lieder­abend sowie eine Filmmatinée auf dem Programm.

Zum Auftakt bringt die junge Sopranistin Katharina Konradi mit ihrer wunderbar leichten wie tragfähigen Stimme Lieder von Brahms sowie von Robert und Clara Schuman zu Gehör. Begleitet wird sie von Gerold Huber am Klavier.

Ebenfalls im Tutzinger Schloss ist der aktuell viel gefeierte Star­pianist Florian Uhlig – in Tutzing schon mehrfach zu Gast – im Duo mit Linus Roth an der Violine zu hören. Sie spielen unter anderem die Sonate Nr. 3, d-moll, op 108 von Brahms sowie die Sonate Nr.5 g-moll von Mierczyslaw Weinberg.

Danach heißt es wieder einmal Brahms meets Jazz mit dem Diogenes Streichquartett und Andreas Kripal am Klavier sowie dem viel beachteten Max Grosch Jazz-Quartett.

Brahms meets Jazz – Diogenes Streichquartett
(© wildundleise.de)

 

 

Zum Finale steht mit dem Niederländer Teunis van der Zwart am Naturhorn ein wahres „Naturereignis“ auf dem anspruchsvollen Programm. Franziska Hölscher an der Violine und Severin von Eckardstein am Klavier spielen Stücke von Brahms und Schumann sowie von György Ligeti, einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts und Repräsentanten der Neuen Musik.

Für Musikliebhaber ein ganz besonderes Konzert: van der Zwart spielt auf einem ventillosen Horn. Nur ganz wenige Interpreten beherrschen diese Kunst! Er ist ein Meister seines Instruments.

Wie jedes Jahr geht das Festival auch diesmal ins Kino. So ist in einer Matinee auf großer Leinwand im historischen Kurtheater Tutzing Wären nicht die Frauen, eine Dokumentation von János Darvas zum 100. Todestag von Brahms, zu sehen.

 

Terminübersicht

13.10. 18:00 Evangelische Akademie Tutzing
Katharina Konradi (Sopran) und Gerold Huber (Klavier)
Liederabend mit Werken von Brahms u. Schumann


15.10. 19:00 Galerie Benzenberg Tutzing
Franziska Bronnen liest Briefe von Joh. Brahms, am Klavier Ani Takidse


20.10. 11:00 Kurtheater Tutzing
Wären nicht die Frauen
Filmmatinée von János Darvas


20.10. 18:00 Evangelische Akademie Tutzing
Linus Roth (Violine) und Florian Uhlig (Klavier)
Duoabend mit Werken von Brahms und Weinberg u.a.


25.10. 19:00 Gymnasium Tutzing
Brahms meets Jazz.
Diogenes Streichquartett mit Andreas Kirpal (Klavier) und
Max Grosch Jazz-Quartett


27.10. 18:00 Evangelische Akademie Tutzing
Teunis van der Zwart (Naturhorn), Franziska Hölscher (Violine), Severin von Eckardstein (Klavier),
Trioabend mit Werken von Ligeti, Brahms und Schumann